Brustkrebszentrum Memmingen

Das Brustkrebszentrum am Klinikum Memmingen ist ein seit 2005 von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziertes Brustkrebszentrum. Es ist ein Teilbereich der Frauenklinik Memmingen mit zahlreichen Kooperationspartnern innerhalb und außerhalb der Klinik. Aufgrund der hohen Fallzahlen in beiden Standorten entstanden 2017 aus dem kooperierenden Brustkrebszentrum Allgäu zwei unabhängig voneinander agierende Brustkrebszentren.

Klinikum Memmingen

Das Klinikum Memmingen mit seinen rd. 500 Betten beschäftigt derzeit insgesamt ca. 1100 Mitarbeiter/innen in den einzelnen Berufsgruppen; einschließlich der Berufsfachschule für Krankenpflege und Kinderkrankenpflege.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen in der westlichen Welt. Jährlich erkranken über 70.000 Frauen und ca. 700 Männer in Deutschland daran. Um die Behandlung dieser Erkrankung zu verbessern, werden seit 2003 Brustkrebszentren gegründet. Zur Optimierung der Qualität dieser Zentren erfolgen jährlich Überprüfungen durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Hierbei werden die medizinischen, strukturellen und personellen Standards überprüft. In einer Zeit des stetigen Erkenntniszugewinns auf dem Gebiet der Therapie des Brustkrebses bedeutet dies, dass sich unsere Ärzte, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter ständig weiterentwickeln müssen.

Da die Betreuung an Brustkrebs erkrankter Patientinnen und Patienten viele Fachabteilungen einschließt, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine essentielle Voraussetzung für ein Brustkrebszentrum. Hierzu finden wöchentlich interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt. Dabei besprechen Vertreter der beteiligten Fachgebiete - Gynäkologen, Radiologen, Pathologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und ggf. Plastische Chirurgen -  alle Befunde und legen gemeinsam die weiteren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen fest. Dabei werden die aktuellsten Behandlungsleitlinien der Fachgesellschaften und neueste Studienerkenntnisse berücksichtigt.

Die Interdisziplinarität schließt auch eine psychologische Betreuung mit ein. Ferner vermitteln wir den Kontakt zu Sozialarbeitern, Seelsorgern und Selbsthilfegruppen, um auch Belange über die Erkrankung hinaus individuell regeln zu können.

Alle Entscheidungen werden zusammen mit der Patientin und ihren Angehörigen getroffen. Oberstes Gebot des Handelns an unserem Brustkrebszentrum ist eine einfühlsame, umfassende, kompetente und individuelle Betreuung von Betroffenen mit Brustkrebs unter Einbeziehung des privaten Umfeldes.

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Brustkrebs Diagnostik

Die wichtigsten diagnostischen Verfahren zur Untersuchung der Brust sind folgende:

  • Palpation (Tastuntersuchung der Brust)
  • Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust)
  • Mammasonographie (Ultraschall-Untersuchung der Brust)
  • Biopsie (Gewebeentnahme)

Je nach Indikation kann es auch notwendig sein, weitere diagnostische Verfahren wie MRT (Kernspin) oder Galaktographie (Darstellung der Milchgänge) durchzuführen. Wenn durch diese Untersuchungen eine Auffälligkeit im Brustgewebe gefunden wird, sollte diese durch eine Biopsie  abgeklärt werden. In fast allen Fällen ist dies durch eine sog. Stanzbiopsie möglich.


Zertifizierung

Das Brustkrebszentrum ist durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Senologie seit 2005 zertifiziert. Dieses Zertifikat wird jährlich erneuert.

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